Austausch aller Disziplinen.
Für viele Kinder und Jugendliche beginnen nun die Sommerferien – eine Zeit voller Vorfreude, Erholung und gemeinsamer Erlebnisse mit der Familie.
Doch für manche Kinder sieht die Realität anders aus. Wenn das eigene Zuhause keinen Schutz und keine Geborgenheit bietet, können die Ferien zu einer besonders belastenden Zeit werden. Dass gerade dann körperliche oder sexualisierte Gewalt geschieht, ist schwer vorstellbar – und doch leider Realität.
Am 30.Juli haben sich die Fachkräfte aller Disziplinen, die im Childhood-Haus zusammenarbeiten – Justiz, Polizei, Jugendämter, Betatungsstellen, Kinderklinik, Rechtsmedizin sowie Kinder- und Jugendpsychotherapie – getroffen, um die gemeinsame Arbeit der vergangenen drei Monate zu reflektieren und die Abläufe weiterzuentwickeln.
Das Fazit war eindeutig: Das Childhood-Haus Würzburg schließt eine wichtige Lücke in den bisherigen Strukturen des Kinderschutzes. Die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten unter einem Dach bedeutet für betroffene Kinder und Jugendliche eine enorme Entlastung. Sie müssen ihre Geschichte nicht immer wieder erzählen und erhalten medizinische, psychologische und rechtliche Unterstützung aus einer Hand.
Viele Kinder und Jugendliche konnten in den vergangenen Monaten begleitet werden – ganz ohne öffentliche Werbung für das Angebot. Das zeigt, wie groß der Bedarf ist und dass die Hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird.